was ist freimaurerei?

.

Freimaurerei ist kein symbolisches System, sondern ein Verhaltensmuster für eine menschliche Gesellschaft. Ihre gedankliche Basis, das maurerische Menschenbild, nimmt im europäischen Denken eine Sonderstellung ein.

Alle philosophischen Systeme und Religionen grenzen sich gegenseitig ab, betonen die Gegensätze und trennen so ihre Mitwelt in Fürsprecher und Gegner. Anders das maurische Denken: es ist verbindend, integrierend.

Für den Freimaurer ist ein höchstes Wesen Grundlage seiner sittlichen Verantwortung. Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland setzt das Bekenntnis zur Lehre Christi voraus. Darüber hinaus bleibt jedem Einzelnen überlassen, den Freiraum auszufüllen mit den Vorstellungen seines Bekenntnisses oder seiner philosophischen Überzeugung.

Gegenüber der modernen positivistischen Naturwissenschaft und Technik nimmt das maurerische Denken keine Entweder-Oder-Position ein. Beide sind zwar unverzichtbar, dürfen jedoch nicht wert- oder verantwortungsfrei ihre Eigendynamik entwickeln.

Die Freimaurerei entwickelt die ethischen Normen, die Wissenschaft und Technik erst zu Werkzeugen des Menschen statt zu einer Gefahr für seine Menschlichkeit werden lassen. Sie versucht, das wissenschaftliche Denken und Handeln mit der humanistischen Tradition des Abendlandes wieder in Einklang zu bringen.

Mit der freiheitlichen staatlichen Gemeinschaft hat sich das freimaurerische Denken von jeher ebenso identifiziert wie es sich mit jeder Form des totalitären Anspruches als unverträglich erwiesen hat. Die Freimaurerei ist eine der historischen Wurzeln des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates und ihre Prinzipien der Toleranz und der Brüderlichkeit, die im freimaurerischen Menschenbild ihren Ausdruck finden, machen die über 275 Jahre alte Freimaurerei auch in heutiger Zeit zu einer der wichtigsten modernen geistigen Bewegungen

Image
Image
Image